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Malkurse an der Volkshochschule Tempelhof/Schöneberg

Im Juli 2019 gebe ich an der VHS zwei Kurse, die zum Inhalt „Frühstück“ und „Marktgeschehen“ haben.

Malkurs

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Von Hühnern, Landstrichen und bewegten Leuten 

Auszüge aus der Rede zur Ausstellungseröffnung von Gerhard Drexel

Die Motive der Bilder betrachtend – Landstrich, Hühner und Tango – könnte die Frage aufkommen, ob wir es bei der Künstlerin Christine Bülow mit einer tangotanzenden Bäuerin zu tun haben, die uns einen Einblick in ihren Alltag schenken möchte. Tagsüber die Eier einsammeln und sich abends im Dorfkrug von kräftigen Bauernburschen mit ledergegerbten Gesichtern und Händen so groß wie Bratpfannen auf den abgetretenen Holzdielen des Nebenzimmers zu argentinischem Tango gefühlvoll im Kreise drehen lassen.

Da lachen ja die Hühner!

Erst im 9. Jahrhundert rückte mit „Landschaft“ ein Begriff ins Bewusstsein der Menschen unseres Kulturkreises, der einen Siedlungsraum in Beziehung zur freien Natur brachte. Noch nicht mit festgelegten Grenzen wurde Landschaft zu einer kulturell geprägten, subjektiven Wahrnehmung einer Gegend als ästhetische Ganzheit. Der Landstrich wurde zu ihrem überschaubaren Teilgebiet. Das war ein großer Blick für die Menschheit, jedoch ein kleiner für das Huhn. Nun war in noch kleinerer Teilung der „Zaun“ möglich, der das einstmals freie und wilde Huhn vom Landstrich ausgrenzte und an den Hühnerstall mit einem eingefriedeten Freigehege band.

Umzäuntes Frei-Gehege – Was für ein widersinniger Begriff!

Doch mutige Hühner lassen sich von einem Zaun nicht schrecken. Frech wie Oskar setzen sie sich auf den Zaun.(…)

Auf dem Zaun kann das Huhn in weiter Ferne die Utopie erkennen. Es weiß, wenn die Grenze überschritten wird, stellt sich auf dem Weg zum Unerreichbaren das Neue ein.

Wird beim Tango die Begrenzung der schieren  Aneinanderreihung von Schritten gemeinsam überschritten, verwandelt sich auf wundersame Weise das Gehen zum Tanzen. Dann ist die hemmende Grenze überwunden und ein anderer, ein neuer Zustand wird erreicht.

Dasselbe geschieht in der bildnerischen Darstellung, wenn die Handwerklichkeit zurückgelassen wird und sich etwas nicht Fassbares, nicht Erklärbares dazugesellt, das in unserer Beschreibung-Hilflosigkeit mit „Kunst“ umschrieben wird. (…)

Aufs Papier geworfen, mit gestischem Schwung von Stift und Pinsel wagt Christine Bülow den Schritt von der bloßen Darstellung zur darstellenden Blöße ihrer Kunstfiguren. Zu ihrer inneren, nur erahnbaren Blöße, ihrer unsichtbaren, aber wahrnehmbaren Wesentlichkeit, die ein Federkleid, ein Tangokleid oder ein Pflanzenkleid bedeckt. Indem Christine Bülow nicht die Einzelheiten der Oberfläche zeigt, macht sie das ganze „Innere“ sichtbar.

Die Wahrnehmung der Lücken führt zur Entdeckung des Vollständigen. Nur wo nichts ist, kann Neues entstehen. (…)

 

Neue Ausstellung ab 09. März 2019

Von Hühnern, Landstrichen und bewegten Leuten
Malerei und Zeichnungen auf Leinwand und Papier

kunst am Bahnhof bad saarow e.v.
Bahnhofsplatz 4a
15526 Bad Saarow
Tel.: 033631 / 404677

vom 09. März bis 14. April 2019

Vernissage: 09. März 2019, 17.00 Uhr

C.B. lässt sich von  Natur und Landschaften inspirieren, Musik und Bewegungen sind ebenfalls Themen, die sie herausfordern. Das „entdeckende Sehen“ auf Reisen oder in ihrer Umgebung sind Grundlage für ihre Bilder: Perspektiven und Farben werden vertauscht, Objekte bekommen andere Funktionen oder werden abstrahiert dargestellt und verfremdet, Kleinigkeiten vergrößert und anders kombiniert und es wird vor allem „spielerisch“ und mit leichter Hand gestrichelt und gemalt.

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